2019 03 24 HeinerRust 2745Foto: Friedenskirche28.03.2019/MB Verabschiedung von Dr. Heinrich Christian Rust als Pastor der Braunschweiger Friedenskirche in den Ruhestand.

Rund 1.200 Personen sind am 24. März in die Braunschweiger Stadthalle gekommen, um Heiner Rust in den Ruhestand zu verabschieden. Unter ihnen waren auch viele Kollegen, Freunde und langjährige Wegbegleiter. Über 100 Sänger und Musiker sangen gleich zu Beginn des Gottesdienstes „Herr, du bist gut“, um alle Gäste in den Dank und das Lob an Gott für viele segensreiche Jahre hineinzunehmen, die die Friedenskirche unter der Leitung von Heiner Rust erlebt hat.

Diese Freude über Gottes Wirken sollte dann auch der bestimmende Grundton der gesamten Veranstaltung bleiben - trotz aller Wehmut, die natürlich auch mit einer solchen Verabschiedung verbunden ist. Biblische Textgrundlage für den Gottesdienst und die Predigt, die Pastor Michael Bendorf gehalten hat, war eine prophetische Vision aus Hesekiel 47,1-12 über den Strom des Lebens, der die Schöpfung berühren und heilen will. Dieser Text wurde bereits 2003 von Pastor Walter Rollko bei der Einführung von Heiner Rust aufgegriffen. Mit ihm sollte offensichtlich nun auch der Dienst von Heiner Rust in der Friedenskirche seinen Abschluss finden.

Die Entpflichtung hat der Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchicher Gemeinden, Christoph Stiba, übernommen. In seiner Rede betonte er insbesondere den geistlichen Einfluss, den Heiner Rust als biblisch-theologischer Lehrer und Schriftsteller auf viele Menschen innerhalb des BEFG, aber auch weit darüber hinaus ausgeübt hat.

In ihrer Dankrede führte das Gemeindeleiterehepaar Gebhard und Sabine von Krosigk der Gemeinde noch einmal den Berufungsprozess und den langjährigen segensreichen Dienst von Heiner Rust vor Augen. Als persönliches Dankeschön dirigierte Gebhard von Krosigk anschließend den Kanon von Pachelbel, der zu Rusts Lieblingsstücken der klassischen Musik gehört.

In einem persönlichen Beitrag reflektierte Heiner Rust seinen pastoralen Dienst und betonte darin seine ungebrochene Liebe zu seinem Beruf - auch nach vierzig Dienstjahren. Seine Leidenschaft für seine Berufung war ihm auch in diesem emotionalen Moment eindrücklich abzuspüren. Er betont seine Hoffnung, dass sich das Reich Gottes zukünftig noch viel stärker zeigen wird als es bisher in der Vergangenheit der Fall war.

Abschließend überraschte Michael Bendorf seinen Vorgänger mit einer Festschrift, für die er Kollegen, Freunde und Wegbegleiter von Heiner Rust aus unterschiedlichen Kirchen und Werken gewinnen konnte. Gemeinsam überreichten sie ihm das Werk, das im Neufeld-Verlag erschienen ist und von seinem theologischen Schwerpunkt auf ein geistliches Kernanliegen von Rust zugeschnitten ist: „Wo der Geist weht - Beiträge zur Reich-Gottes-Theologie und Gemeindepraxis“. In ihren Beiträgen spüren die Autoren dem Wesen und Wirken des Heiligen Geistes nach. Es ist eine Festschrift, die weniger Heiner Rust, sondern vielmehr das Reich Gottes und die Neuschöpfung im Blick hat - ganz im Sinne des scheidenden Pastors.

Bericht/Fotos: Friedenskirche, Dr. Michael Bendorf