17.09.2019/JT Der Open-Air-Gottesdienst mit Gemeindetag begeistert über 1200 Besucher. 27 Initiativen beteiligen sich. Der Landesjugendpastor predigt über:  Ausgrenzung beenden – Schwellen überwinden.

Auf dem Foto aus Perspektive der Drohne werden sie ganz klein: Zum Abschluss des Gottesdienstes stellten sich am Sonntag die 1200 Besucher aus 11 Teilgemeinden in Form ihres Logos auf: Ein mittiges Kreuz, umrahmt von den Gemeinden der Gesamtgemeinde Hannover. So feiert am 15.09.2019 die „Region Mitte“ der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden des Landesverbandes NOSA im Stadtpark von Hannover.

Die Hannoveraner Baptisten haben ein vielfältiges Angebot aufgebaut: 27 Stände von Gemeindeinitiativen, Diakonischen Werken, der Freien Christliche Schule Hannover (FESH), dem Neuen Land (Drogenberatung) und der mobilen Eventkirche des Landesverbandes umrahmen den Gottesdienstplatz.

Maria Fernandes, Gemeindeleiterin der spanisch-deutschen Gemeinde in Hannover-Linden, moderiert den Gottesdienst und stellt zwei Menschen vor, die erzählen, wie sie auf unerwartete Weise in Kontakt zu Christen gekommen sind und Jesus Christus persönlich kennengelernt haben. Bereits vor dem Gottesdienst stimmte der Chor gospelcontakt die Ankommenden fröhlich ein. Zum musikalischen Genuss trägt dann zusätzlich der temperamentvolle Gesamtgemeinde-Projektchor unter der Leitung von Frank Wedel bei.

Lebensgeschichten greift auch Benedikt Elsner, der Jugendpastor des Landesverbandes Niedersachsen-Ostwestfalen-Sachsen-Anhalt auf: Er erzählt nach Apostelgeschichte 10 aus dem Leben von Petrus, einem Nachfolger von Jesus. Petrus grenzt zunächst andere Menschen aus und lernt durch einen Traum, dass Gott grenzenlos liebt. Er steht symbolisch an einer „Türschwelle“ und muss sich überlegen, ob er sie übertritt oder nicht. „Seid Grenzüberschreiter, im Namen der frohen Botschaft!“ ruft Benedikt Elsner den Besuchern zu. Diese können das später an einer aufgestellten Tür zwischen den Bankreihen konkret-praktisch nachvollziehen. Immer wieder sieht man im späteren Verlauf des Tages Menschen bewusst an dieser Tür die Schwelle übertreten. Als Strategie nennt der Jugendpastor fünf Punkte. Einer davon: „Erzählt den Menschen von Jesus, weil ihr es wollt, nicht weil ihr es meint zu müssen!“ Diese Botschaft kommt an, viele Besucher betonen das, als sie anschließend nach einem Feedback gefragt werden.
Im parallelen Kinderprogramm unter der Leitung von Natalie Georgi wird das Thema ebenfalls kreativ behandelt und die Kinder kommen mit einem Tür-Modell voller eigener Handabdrücke zurück ins Plenum.
Am Stand der mobilen Eventkirche gibt es später einen Apfel und Kaffee für das Abgeben eines Votums zur Frage: „Kann man Gott beweisen?“ Verschiedene Antwortmöglichkeiten können ausgewählt werden. Insgesamt werden allein dort 10 kg Äpfel verteilt und 40 Liter Kaffee ausgeschenkt. An anderen Stellen sind es 120 Crepes, dutzende Kuchen und vieles mehr.

Henning Großmann, Pastor der „Gemeinde am Döhrener Turm“ in Hannover zieht als stellvertretender Gesamtgemeindeleiter ein positives Fazit des Tages und betont, dass der letzte Open-Air-Gottesdienst vor zwei Jahren ausführlich vom Vorbereitungsteam evaluiert wurde und Verbesserungs-Impulse daraus konsequent umgesetzt worden seien.
Für Mitorganisator Michael Rohde sei „der schönste Moment gewesen, zu erleben, wie viel Kommunikation auf dem Platz, an den Ständen und auf den Picknickdecken entstand.“ Genau das war es, was die Veranstalter und Besucher sich von diesem Treffen erhofften und das fantastische Wetter lieferte dafür beste Bedingungen.
Fazit: Ein gelungenes, inspirierendes Gemeindepicknick, bei dem man überall fröhliche und zufriedene Gesichter sieht.

Die Evangelisch-Freikirchliche Gesamtgemeinde Hannover besteht aus 11 Gemeinden in der Region Hannover und bildet mit weiteren 8 Partnergemeinden die „Region Mitte des Landesverbandes“. Sie umfassen 2765 Mitglieder. Gesamtgemeindeleiter und Vertreter im Landesverband ist Hans-Peter Pfeifenbring.